Roland Kern und das Grundgesetz

Ich mag Herrn Kern. Ein wenig. Ich kenne seine private Seite kaum, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Herr Kern ein böser Mensch ist, böse Absichten hegt. Das dürfte er übrigens mit den Politikern der AfD und den Identitären und all den anderen politischen Gegnern der Einheitsmeinung gemeinsam haben. Die packen auch nur ein heißes Eisen an, nämlich das der Massen-Migration. Darüber ist schon viel geschrieben worden und darum geht es hier ja auch gar nicht.

Das Heimatblatt vom 07. Juni 2018 berichtet in einem Artikel über das gemeinsame Fastenbrechen, dass der Rödermärker Bürgermeister das Grundgesetz, daraus den Artikel 4, Absatz 1 zitiert hat. „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“ Ob das aber auch wirklich für all gilt? Was ist, wenn sich jemand dazu bekennt, Deutscher zu sein, der an den deutschen Nationalstaat und seine Souveränität gegenüber Europa und der UNO glaubt und die Agnda 21 ablehnt und der Meinung ist, dass die Massen-Migration aus Ländern, in denen ein Glaube herrscht, der westlichen Selbstverständlichkeiten gegenübersteht. Da ich denke, dass Herr Kern und die Grünen im Kleinen das sind, was die Grünen im Großen sind, dürfte der Artikel 4, Absatz 1 in dem Fall außer Acht gelassen werden.

Und was ist mit dem Artikel 3? „Niemand darf wegen seines Geschlechtes […] benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Heißt das nicht eigentlich, dass pro Frauenbeauftragter ein Männerbeauftragter bei der Stadt Rödermark eingestellt sein müßte? Heißt das nicht, dass die Merkmale „weiblich“ und „männlich“ bei der Einstellung in den Dienst der Stadt Rödermark unbeachtet gelassen werden müßte? Wie kommt es dann, dass in manchen Fachbereichen fast ausschließlich Frauen eingestellt sind? Zufall? Keine männlichen Bewerber vorstellig geworden? Wer’s glaubt. Die Existenz eines Frauen- und Gleichstellungsbüros und das Ansinnen, den gender pay gap zu überwinden, sind Beweise dafür, dass die Stadt Rödermark, wenn auch im Verborgenen (die Suchbegriffe „Frauenquote“ und „Quote“ haben auf roedermark.de keine relevanten Ergebnisse gebracht), Frauen bevorzugt einstellt, was Bevorzugung und Benachteiligung wegen des Geschlechtes ist.

Was soll ich also daraus lernen, dass Herr Kern den Artikel 4, Absatz 4 zitiert, andere Artikel des Grundgesetzes missachtet? Vielleicht dass Herr Kern als typischer Politiker sich alles dreht und wendet, wie er es braucht, bzw. wie es seine Parteilinie von ihm als Parteisoldat verlangt. Wozu eigentlich noch wählen gehen, wenn Politiker sowieso ihre Wähler bevorzugen? Wie kann man eigentlich von „Wir“ sprechen, wenn man eigentlich gar nicht alle repräsentiert? Und wen wundert es eigentlich noch, wenn in einem solchen System nicht miteinander gesprochen wird, sondern gegeneinander und sogar jedes Gespräch im Vorfeld blockiert wird, weil die Inhalte nicht gefallen (und das trotz Artikel 4 und 5, dem mit der Meinungsfreiheit)?

Herr Kerns Verhalten ist ganz typisch für ein System, welches all-inklusive sein will, aber nur solange es der eigenen engen Vorstellung gefällt. Und es macht Herr Kern zu einem Menschen, der nicht mehr in der Realität lebt, sondern in seiner Ideologie und deswegen nicht mehr fähig ist, anderslautende Argumente und Fakten anzuerkennen und zu verarbeiten.

Ohne Bezug auf das oben Geschriebene:

Ein offener Brief an Kanzlerin Merkel von der Mutter von Susanna Feldman, veröffentlicht auf Journalistenwatch.