Die Cloward-Piven-Strategie

Ein Kommentar zum neuesten Video von Black Pigeon Speaks über das Thema EU und Massenmigration hat mich auf die Cloward-Piven-Strategie aufmerksam gemacht. Ich will die Frage behandeln, ob die EU wie in dem Kommentar behauptet, die Cloward-Piven-Strategie anwendet, um ihre Ziele durchzusetzen.

1. Get everyone on social programs.

2. Flood those countries with people who cannot contribute or will not assimilate.

3. When the chaos hits, rebuild an EU govt.

The EU is using the Cloward Piven Strategy.

Bekanntheit im deutschen Internet

Cloward-Piven-Strategie. Nie davon gehört. Im deutschsprachigen Internet findet man auf mehreren Blogs einen ins Deutsche übersetzten längeren Text zum Thema (z. B. hier und hier). Ursprünglich stammt er von der Seite discoverthenetworks.org mit dem Untertitel „A Guide to the Political Left“, ist von einem Richard Poe geschrieben und im Jahr 2005 veröffentlicht worden. Im Gegensatz zur ursprünglichen Version ist der Text noch um ein Bild erweitert, auf dem man Bill Clinton sieht, wie er ein Dokument unterzeichnet, sowie die Schriftzüge „Cloward“ und „Piven“ mit denen ein Mann und eine Frau, die in einer Reihe hinter dem sitzenden Clinton stehen, als ebendiese identifiziert werden. Der ursprüngliche Text ist außerdem mit Auszügen aus den deutschen Wikipedia-Einträgen zu den Personen Richard Clowards und Frances Pivens erweitert worden. Ansonsten scheint die Strategie in Deutschland nicht bekannt zu sein.

Was ist also nun die Cloward-Piven-Strategie?

Ja, nun schauen wir mal bei der englisch-sprachigen Wikipedia vorbei.

The Cloward–Piven strategy is a political strategy […] that called for overloading the U.S. public welfare system in order to precipitate a crisis that would lead to a replacement of the welfare system with a national system of „a guaranteed annual income and thus an end to poverty“.

Die aktuelle Version des Wiki-Eintrages (2018)

The Cloward-Piven Strategy refers to a political strategy […], the goal of which is to bring about the demise of the capitalist system by overburdening the government „with a flood of impossible demands, thus pushing society into crisis and economic collapse.“

Die erste Version des Artikels, die Konstruktionsphase des selbigen beginnend (2008)

Mal abgesehen davon, dass das in beiden Kurzbeschreibungen der Strategie erklärte Ziel zwischen 2008 bis 2018 von „Tod des Kapitalismus“ zu „Armut beenden“ abgeändert worden ist, ist die Konstante in der Strategie die „Herbeiführung einer Krise durch Überlastung“. Überlastet werden soll das Wohlfahrtssystem, damit es zusammenbricht und in der damit einsetzenden Krise die Regierung zwingt ein anderes System einzusetzen. Im Wiki-Artikel wird das „Garantierte jährliche Einkommen“ genannt, der Link führt zum „Garantierten Minimaleinkommen„. Das Garantierte jährliche Einkommen, bzw. das Garantierte Minimaleinkommen liegt üblicherweise unter dem Mindestlohn. Der Unterschied zu einem Grundeinkommen liegt darin, dass das Grundeinkommen an alle Bürger gleichermaßen ausgezahlt wird, während das Minimaleinkommen fehlende Mittel ausgleichen soll, um z. B. ein Kind versorgen zu können.

Setzt die EU die Cloward-Piven-Strategie ein?

Was sind die Fakten? Die Fakten sind, dass die EU seit 2015 der Massenmigration Tür und Tor geöffnet hat. Die europäischen Sozialsysteme werden durch die Massenmigration in die Systeme schwer belastet, möglicherweise überlastet, wenn die Zuwanderungsrate in das soziale Auffangnetz weiterhin so hoch bleibt. Wenn das passiert, dann wird eine Krise einsetzen, die nach und nach jeden europäischen Einzelstaat erreichen wird. Die Menschen werden fordern, dass der Staat handelt, dass er die höchstwahrscheinlich eintretenden kriegsähnlichen Zustände, die von der Masse an Menschen aller Ethnien verursacht werden wird, weil sie Angst um ihr Leben haben, zu beenden und sie werden fordern, dass der Staat eine Lösung finden soll. Ich vermute, dass der Staat, d. h. die EU und die höchsten Regierungen der Einzelstaaten bereits eine Lösung erarbeitet haben; es würde mich wundern, wenn den Regierenden die Konsequenzen einer stetigen Massenzuwanderung in bereits strapazierte Sozialsysteme nicht bewußt wären. Andererseits, wenn man sich die Politiker so anschaut …

Was aber ist das Ziel der EU? Tod des Kapitalismus? Ende der Armut? Für irgendetwas muß die Masseneinwanderung in den Augen der EU gut sein. Die EU ist ein rein politisches Konstrukt und die Masseneinwanderung vermutlich ein rein politisches Instrument um der EU zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Ich vermute, die Masseneinwanderung dient einem Ziel, welches über die Überlastung der Sozialsysteme hinausgeht, denn wenn es nur darum ginge, das Sozialsystem zu sprengen, dann würde es bereits ausreichen immer mehr Menschen, die bereits in den europäischen Einzelstaaten leben auf Hartz IV und so weiter zu bekommen. Vielleicht aber ist die Wirtschaftsleistung eines Landes wie Deutschland immer noch zu gut, dass es unter den jetzigen Belastungen, die allesamt von nationaler und EU-Politik verursacht sind, kollabieren zu lassen.

Fazit

Ich denke, dass es möglich ist, dass die EU ein Element der Cloward-Piven-Strategie benutzt, nämlich die Überlastung eines Systems, welches nicht notwendigerweise ausschließlich das jeweilige Sozialsystem der einzelnen EU-Staaten sein muß, aber ein Teil davon ist. Aus dieser Perspektive betrachtet sollten auch unsere hiesigen Politiker sehr darauf bedacht sein, ob sie zu willfährigen Ausführenden einer fehlgeleiteten Europa-Politik sein wollen, die am End weder nachhaltig noch menschenfreundlich ist oder ob sie Vernunft annehmen wollen und der seltsamen Weltverbesserungsideologie namens Agenda 21 (oder 2030 oder wie auch immer) abschwören wollen.

Nachtrag

Wie ich gerade herausgefunden habe, ist die Agenda 2030 kein Nachfolge-Produkt der Agenda 21. Die Agenda 21 enthält die Pläne der UN, die auf der lokalen Ebene umgesetzt werden sollen, die Agenda 2030 enthält die Pläne der UN, die auf globaler Ebene umgesetzt werden sollen.

Mike Adams hat 2015 einen Artikel auf Natural News veröffentlicht, in dem er die 17 Ziele der Agenda 2030 vom Politikersprech in verständliche Formulierungen übersetzt. Sicher, sowas hat immer den Ruch von Verschwörungstheorien irgendwelcher Bekloppter, aber wenn man sich ein bißchen in der Welt umschaut – und dafür muß nur in die Tageszeitung schauen, oder sich anschauen, was Politiker einer Stadt wie Rödermark so in der Öffentlichkeit sagen und veranstalten, dann bekommt man schon den Eindruck, dass vieles von dem, was in Artikeln wie dem auf Natural News ausgeschrieben wird, real ist und dass wir – leider – schon mittendrin in den Umsetzungsprozessen der Agendas sind.

Also mit Blick auf die Frage, ob die EU die Cloward-Piven-Strategie anwendet oder nicht, hier ein Zitat aus den Natural News:

Goal 1) End poverty in all its forms everywhere

Translation: Put everyone on government welfare, food stamps, housing subsidies and handouts that make them obedient slaves to global government. Never allow people upward mobility to help themselves. Instead, teach mass victimization and obedience to a government that provides monthly „allowance“ money for basic essentials like food and medicine. Label it „ending poverty.“

Armut beenden. Alle abhängig machen. Freiheit wegnehmen. Selbsthilfe-Möglichkeiten unmöglich machen und damit die Eigeninitiative im Kern ersticken. Wenn es schon für in den europäischen Nationen Geborene immer schwieriger wird, selbstbestimmt zu leben, wie viel schwerer dürfte es dann für die Menschen aus Afrika und Syrien usw. sein? Denen dürfte es um einiges leichter fallen, auf den UN-Sozialschwindel hereinzufallen. Und da die Systemmedien stetig mit dem Finger auf den weißen Mann zeigen, der an allem schuld ist, wird auch das Bewußtsein der Immigranten von der wahren Problematik und den wahren Verschuldern der Situation abgelenkt.

Ja, kann durchaus sein.

(Update: Cloward-Piven oder RAF)