Vortrag „Islam und Rechtspopulismus“ baut Fronten auf?

Heute in Eppertshausen ein Werbeplakat für den im Titel genannten Vortrag gesehen. Leider konnte ich nur den Titel erkennen. Dürfte ein Vortrag eines Imam der Ahmadiyya-Gemeinde sein; im Oktober ist jeweils ein Vortrag mit dem selben Titel in Obertshausen und in Darmstadt gehalten worden. In einem Artikel zum Vortrag in Darmstadt mit Kurzzusammenfassung stellt Redner Chaudhry Afaq Ahmad den Islam selbstverständlich in das beste Licht und man bekommt den Eindruck, dass der gelebte Islam ein sanftes Lämmlein ist, dass wirklich niemandem Schaden zufügen kann und ohne den geringsten Zwang Licht in das Leben der Menschen leuchtet. Deshalb wohl macht Chaudhry Afaq Ahmad genau das, was er der AfD vorwirft. Er warnt. Aus seiner Sicht vor Islamophobie, Rassismus, Fremdenfeinlichkeit, der Titel spricht bereits von Rechtspopulismus. „Extremismus fürfe man nicht tolerieren“. Okay, dann soll er doch bitte etwas gegen die Extremisten in den eigenen Reihen unternehmen, die, die sich im Namen von Allah, Mohammed und Islam in der Öffentlichkeit in die Luft sprengen, andere wegen Karikaturen ermorden und Anschläge auf Juden verüben.

Leider gibt der Artikel in der echo-online keinerlei Auskunft darüber, ob Chaudhry Afaq Ahmad auch selbstkritisch sein kann. Das würde ich als einen Schritt in die richtige Richtung anerkennen können, denn im Prinzip baut der Imam erstmal eine Mauer gegen die Behauptungen von den Menschen und gegen die Menschen in der AfD selbst auf. Front gegen Front. Angst gegen Angst. Er will Verständnis, Toleranz und Respekt, Frieden, Liebe und Harmonie. Also all das, was auch Grüne und andere Sozialisten so wollen. Und dann machen sie genau das Gegenteil, wenn man ihnen ihre selbst verborgene Seite aufzeigt. Und so wie ich die Menschen kenne, ist auch ein Angehöriger der AfD nicht automatisch anders.

Die Ironie ist, dass im Prinzip beide Seiten das selbe Ziel haben. Aber so wie es jetzt läuft, sind beide Seiten weit vom Frieden entfernt. Schuld sind immer die Anderen. Und jede Seite versucht die andere von der eigenen Seite zu überzeugen. Aber immerhin wird noch geredet. Vielleicht wird auch erkannt:

Es gibt nur einen Gott, und niemand, wirklich niemand wird Ihm gerecht. Etwas anderes zu behaupten, ist sein Ego auf ungesunde Weise zu vergrößern. Sich die eigene Kleinheit einzugestehen, ist gesunde und demütigende Einsicht.

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