„Gesichter gegen Rassismus“ sollten mal sich selbst im Spiegel sehen

Am Eingang der Moschee stand Johannes Borgetto vom Koordinationskreis Asyl und fotografierte Menschen, die ein Statement gegen Rassismus abgeben. Die Aktion „Gesicht zeigen gegen Rassismus“ ist im Internet unter http://www.asylkreis-darmstadt.de zu finden.

Das ist der letzte Absatz, in dem bereits gestern verlinkten Artikel in echo-online zum Vortrag „Islam und Rechtspopulismus“ von Imam Chaudhry Afaq Ahmad. Die Gesichter gegen Rassismus kann man sich hier anschauen. Ich habe mir ein paar der Schilder angeschaut, die die Gesichter gegen Rassismus hochhalten. Das sind alles Sprüche, so nach dem Motto „klingt weise, ist aber unheimlich doof.“ Darüberhinaus gehen diese Sprüche total daran vorbei, was z. B. den Frauen von Kandel am Herzen liegt, nämlich Sicherheit für sich selbst und für ihre Kinder, meistens ihre Töchter. Das scheinen die Gesichter gegen Rassismus nun aber überhaupt nicht verstehen zu können. Die sind einfach nur gegen Rassismus und für Frieden, aber ohne Sinn und Verstand.

In Wahrheit – IN WAHRHEIT – sind diese Leute nicht gegen Rassismus und für Frieden, sondern sie haben sich für eine Seite und damit gegen eine andere Seite in einem Konflikt entschieden. Wie sonst soll man denn die pauschale Verurteilung von Gruppen nennen, die um ihre Gesundheit und teilweise um ihr Leben fürchten, nachdem sie schlechte Erfahrungen mit genau den Menschen gemacht haben, die nun die Anti-Rassisten mit ihren „klugen“ Sprüchen schützen wollen? Und wie um alles in der Welt können diese Leute für Frieden und Harmonie sein, obwohl sie eindeutig den Konflikt verschärfen?

Wisst ihr, was in der Sache wirklich gegen Rassismus und für Frieden wäre? Wenn sich die Gutmenschen mehr um die Gerechtigkeit in diesen Dingen kümmern würden. Und wie geht das? Indem sie sich mehr um Fakten und Details kümmern und aufhören genau das zu tun, was sie den Anderen vorwerfen, nämlich rassistisch und voller Vorurteile zu sein.

Es ist nämlich absolut möglich, durch sämtliche Gruppenzugehörigkeiten hindurch ein gewisses Maß an Gerechtigkeit und Unterscheidungsvermögen zu kultivieren. Genau so sollte eine Gerichtsbarkeit handeln, die diesen Namen auch verdient. Alles andere ist Politik, die bestimmten Personen und Personengruppen dient, anderen dabei schadet. Das ist Ungerechtigkeit und die gutmenschlichen, sich selbst überhebenden Gesichter gegen Rassismus helfen die Kultur der Ungerechtigkeit und Einseitigkeit zu festigen.

Ein Kommentar zu „„Gesichter gegen Rassismus“ sollten mal sich selbst im Spiegel sehen

  1. Alles richtig. Mir geht das auch auf den Geist. Ich verstehe ja, wenn man sich gegen den tatsächlich teilweise hetzenden und hasserfüllten Teil in unserer Gesellschaft wendet. Es gibt diese frustrierten, hasserfüllten und teils wirklich rassistischen Menschen ja durchaus.

    Was mich aber extrem ankotzt ist, dass auch fast jeder, der sachliche und berechtigte Kritik vorträgt, zu diesem „Hass“- und „Hetze“-Lager hinzugerechnet und somit delegitimiert wird.

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