Gleichbehandlung von Jungen und Mädchen Welt-Jungen- und Welt-Mädchen-Tag

Eigentlich eine logische Sache: man kann nur von Gleichbehandlung sprechen, wenn man gleichbehandelt. Geschieht halt nicht wirklich. Daher werden Forderungen nach einer 50 – 50-Aufteilung der Welt unter Männern und Frauen noch mehr Ungleichbehandlung ergeben, eine logische Folgerung, wenn man die jetzige Situation der Einseitigkeit entlang der 50 – 50-Forderung in die Zukunft projiziert.

Frau Dr. Karin Jäckel hat im Jahr 2012 ihre Forderung nach Gleichbehandlung so formuliert:

Jungen weltweit vor Gewalt und Missbrauch schützen

Dazu erklärt die Unterzeichnende:

In vielen Regionen der Welt sind Jungen aufgrund ihres Geschlechts massiver Benachteiligung sowie Einschränkungen ihres Rechts auf körperliche und seelische Unversehrtheit ausgesetzt.

Dennoch bewegt dieses Thema die deutsche Politik, deren Ministerien sich in bilateralen Beziehungen und internationalen Foren gegen die Benachteiligung von Mädchen einsetzen, nicht zu gleichem Einsatz für Jungen.

Diese Ungleichbehandlung von Mädchen und Jungen verstößt gegen das deutsche Grundgesetz und gegen Menschenrecht.

Besonders in Kriegs- und Konfliktregionen leiden Jungen unter Gewalt und Missbrauch. Weltweit sind rund 300 000 Kindersoldaten im Einsatz. In manchen Kriegsgebieten sind 30 % der dortigen Kindersoldaten Mädchen. Alle anderen Kindersoldaten sind Jungen.

Kindersoldaten gelten als weniger wertvolle Soldaten. Sie werden als Selbstmordattentäter eingesetzt, müssen wie Erwachsene schießen und töten. Sie werden zu Opfer von sexuellem Missbrauch, Menschenhandel und Sklaverei. Man zwingt sie zur Tötung ihrer Angehörigen, um sie an das Militär zu binden. Zwischen 1990 und 2000 fielen zwei Millionen Kindersoldaten im Kampf. Sechs Millionen Kindersoldaten wurden zu Invaliden.

Es ist bereits fester Bestandteil wertgebundener deutscher Außenpolitik, Mädchen im Rahmen spezifischer Entwicklungshilfeprojekte und internationaler Einsätze durch die Ermöglichung von Schulbildung, die Bereitstellung angemessener medizinischer Betreuung und beim Streben nach Gleichberechtigung zu fördern und sie vor unermesslichem Leid zu schützen.

Die Unterzeichnende fordert:

Es muss ebenso fester Bestandteil wertgebundener deutscher Außenpolitik sein, Jungen im Rahmen spezifischer Entwicklungshilfeprojekte und internationaler Einsätze durch die Ermöglichung von Schulbildung, die Bereitstellung angemessener medizinischer Betreuung und beim Streben nach Gleichberechtigung zu fördern und sie vor unermesslichem Leid durch Gewalt und Missbrauch zu schützen.

BRAVO!

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