Der Untergang der AfD

Die FAZ stellt die Frage, ob die AfD – nun da deren Forderung „Merkel muß weg“ ihrer Erfüllung entgegensieht, wenn Frau Merkel demnächst ihren Platz an der Parteispitze abgibt – ob die AfD nun irrelevant wird und in der Folge davon Zustimmung und Zulauf ihrer Wähler und Sympathisanten verliert.

Fazit der FAZ: nein, aber sie wird sich anpassen müssen, sich von Rechtsextremen scharf abgrenzen, „strikt rechts- und demokratiekonform“ handeln. Dann könnte die AfD koalitionstauglich für CDU und FDP auf Landesebene werden.

Pressemeldung des Kreisverbandes Offenbach Land der AfD: in Heusenstamm ist der Antrag der AfD gegen die Straßenbeiträge mit Hilfe von CDU, FDP und einer fraktionslosen Stimme angenommen worden. Die Pressemeldung titelt „Machtwechsel in Heusenstamm – linke Mehrheit fällt“.

Fazit von Libertarismus in Rödermark: sicherlich kein Einzelfall, sondern ein Zeichen dafür, dass die AfD allmählich zu einer politischen Größe wird. Zur Zeit ist mir unklar, ob Straßenbeiträge ein typisch linkes Projekt sind. Klar ist mir, dass auch die AfD in ihrem Kern eine Partei innerhalb dieses Systems ist, schon immer gewesen ist, immer sein wird. Ganz unabhängig davon, ob die AfD Sympathisanten und Wähler aus dem rechten, teils rechtsextremen Umfeld versammelt, ist die Partei inhärent gleichzusetzen mit Grünen, Liberalen, Christ-Demokraten, Sozialisten und Sozialdemokraten. Das heißt, dass die AfD zwar der linken Ideologie von vereinter Welt ohne Grenzen entgegensteht, aber es heißt auch, dass die AfD Steuergelder für ihre eigenen Zwecke ausgeben wird. Die AfD hat für freiere Märkte geworben, schaut man sich aber die FDP, die ja die eigentlichen Liberalen sind, dann fällt es mir leicht, anzunehmen, dass „freiere Märkte“ eindeutig nicht freie Märkte im Sinne des Libertarismus und der Österreichischen Schule der Nationalökonomie bedeuten. Aber gut, wenigstens stellt die AfD ein Gegengewicht zum Zerstörungswerk der Globalisten dar.

3 Kommentare zu „Der Untergang der AfD

    1. Ja. Rechte und Linke sind in Programmdetails unterschiedlicher Ansicht. Und wenn sich die AfD „strikt demokratiekonform“ verhält, würde sie dann nicht erst recht zu einer Systemkonformen Partei werden? Denn bis jetzt ist der Inhalt von Programmen wie „Demokratie stärken“ gleichzusetzen mit AfD ablehnen und ausgrenzen.

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