„Gib freiwillig, sonst wird dir genommen werden“

Ein Satz, der mir vorhin in den Sinn gekommen ist. Er kann als existentieller Grund für den Sozialstaat herhalten. Eines der Argumente, der die Einrichtung und Unterhaltung eines Sozialstaates rechtfertigt, ist dass die Menschen nicht freiwillig anderen helfen, von ihrer Habe nichts abgeben und – besonders mit Blick auf die Unternehmer – gierig sind. Und da mag durchaus was dran sein. Man muß sich nur mal durch die Lektüre jüdischer und christlicher Texte, allen voran die Bibel, verdeutlichen, wie schnell es gehen kann, dass eine Mehrheit der Menschen den Gesetzen Gottes abtrünnig wird, und selbst ohne Not kriminell (in den Augen des Herrn) wird. Es ist hart, wenn ein Mensch in Not einen anderen bedroht, ausraubt und gar ermordet, um überleben zu können. Deshalb kann eine Gemeinschaft auch nur dann überleben, wenn sie sich um alle Menschen kümmert, freiwillig gibt, freiwillig hilft.

Die libertarische Lehre sieht in der zwangsweisen Abgabe von Steuern den Tatbestand des Diebstahls. Erfahrungsgemäß expandieren staatliche Unternehmen, mit der Expansion wächst auch die Höhe der zu entrichtenden Steuern. Abgesehen von der wachsenden Armut und der Masseneinwanderung neuer Sozialfälle, lässt sich in einigen Bereichen des Staates keine Not erkennen, z. B. im Fall der Rundfunksteuer, die weit über das eigentliche Ziel, nämlich die Übermittlung von Informationen aus der politischen Sphäre zwecks der Meinungsbildung der Bürger, hinausgeschossen ist. Und sicherlich nicht Wenige weit über das Nötige hinaus hat finanziell reich werden lassen.

Ein Argument, dass gegen den Libertarismus genannt wird, ist dass der Libertarismus den Egoismus und die Gier, die Gleichgültigkeit gegenüber den Mitmenschen geradezu beflügeln würde. Und auch da mag was dran sein. Deshalb können libertarische Ideen von den (wirtschaftlichen) Beziehungen der Menschen nur in Verbindung mit den ewigen Gesetzen Gottes funktionieren.

Dann gibt man freiwillig, hilft freiwillig. Und dann kann auch der heillos ineffiziente und würdelose Sozialstaat abgeschafft werden, denn er hat dann keine Basis mehr in der Fürsorge für die Armen, Schwachen, Alten und Abgehängten der Gesellschaft.

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