Libertarismus ist der Versuch das Links-Mitte-Rechts-Paradigma zu überwinden

Die Einteilung in Links, Mitte, Rechts in Kombination mit der Bewertung „gut“ und „schlecht“ ist ein fatalistischer Fehlschluß, der konsequent befolgt immer zu Ausgrenzung, Kampf und schließlich Krieg, der alleine der Feststellung der siegreichen Gruppe dient, führt. Wer aber genau hinschaut, der sieht, dass alle Gruppen Ansichten und Argumente haben, die wahr sind und deshalb von den anderen Gruppen berücksichtigt werden sollten. Der Libertarismus versucht, alle Gruppenzugehörigkeiten und der mit ihr verbundenen Pflicht zur Wiederholung der identitätsstiftenden Formeln in der Öffentlichkeit, zu überwinden. Das erfordert eine wissenschaftlich geführte Debattenkultur, d. h. die Debattierenden müssen die Größe haben, Irrtümer zu erkennen und ihre Ansichten entsprechend an die als wahr erkannten Aussagen anzupassen. Gruppenzugehörigkeiten sollten keinerlei Rolle in der Formung einer Meinung spielen müssen. So kann niemand mehr die eigene Gruppe und Gruppenidentität als die inhärent einzig wahre und gute Gruppe und Identität feststellen.

Das sind große Gedanken, ob sie aber wirklich Fuß fassen können im menschlichen Geist, und nicht nur Gedanken eines Träumers sind, und ob ewiger Kampf für die eigenen Interessen nicht vielleicht doch die einzige wahre Realität ist, das wird sich zeigen.

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