Entschuldigungsartikel: Bemerkungen. Auch ein Dankeschön.

Ich beziehe mich hier auf „Danke Herr Pelka. Sie haben mir die Augen geöffnet.“ der halb eingestellten RM-News.

Fehler macht jeder. Selbst die deutlich gelobte Presse, wenn sie nicht gerade lediglich unrecherchierte Propaganda-Artikel rausfeuert. Nein, ich meine nicht Herrn Pelka. Ich meine, dass vielen Pseudo-Journalisten eben nicht die Recherche im Blut liegt. Und auch den berufsethisch hochstehenden Journalisten passieren Fehler, die sie dann auch zugeben. Diese geben ihre Fehler aber normalerweise zu, ohne sich dabei selbst in der Öffentlichkeit runterzuputzen und fertigzumachen. Das grenzt schon an Würdelosigkeit, die eindeutig unnötig ist. Würdelos sind vielmehr Politiker, die ihre Fehler nicht sehen wollen, oder die sich auf Kosten der Bevölkerung bereichern, oder die ihre Kritiker auf welche Weise auch immer zum Schweigen bringen wollen, und sich dann noch in der Öffentlichkeit als besonders ehrenhaft darstellen wollen.

Nun gut, der Blog für Rödermark ist nicht ganz eingestellt, ist aber bis auf Weiteres auf eine geschlossene Gruppe reduziert, so dass auch keine Kommentare mehr von Lesern außerhalb der Gruppe geschrieben werden können. Das ist eine bedauerliche Wendung, denn das bedeutet, dass damit auch das Sprachrohr für die Leute, die sich vom Autor vertreten gefühlt haben – und übrigens gerade auch in der Sache „Kindertagesstätte Rilkestraße“ – vom Mund genommen worden ist. Ich bin aber sicher, dass die Strategie sich von der Außenwelt abzuschotten und nur noch die Leute, in der Gruppe zu haben, deren Meinungen und Kritik das eigene „neu gestrickte Bild von Rödermark“ nicht mehr herausfordern können, ganz bestimmt nicht dazu führt, dass da eventuell ein Bild herauskommt, dass nur noch geschönt ist. So nach dem Motto: erst total unzufrieden, dann total zufrieden.

Und das alles empfinde ich als weit unprofessioneller für einen Blogger, der sich in Journalismus übt, als seine Fehler zu erkennen, und daraufhin seine Technik zu verbessern.

Nun ja. Ich denke, da spielen noch andere Erwägungen eine Rolle, Erwägungen, die niemanden, auch mich, nichts angehen. Was immerhin bleibt, ist ein umfangreiches, gut gepflegtes Archiv.

Auf jeden Fall Danke für

  • die vielen angesprochenen, wichtigen, Rödermark betreffenden Themen
  • die Offenheit gegenüber den unterschiedlichen Ansichten aller Kommentarschreiber
  • die Sammlung von Material, einschließlich umfangreicher Verlinkungen, zu Themen, mit denen sich die Stadt beschäftigt
  • den Geist des Widerspruchs und des Eigensinns, den eine Demokratie benötigt, und den eine Demokratie auch aushalten muß
  • die pro-unternehmerische Haltung
  • die beständige Kritik an den hohen Schulden der Stadt
  • die Motivation einen Teil der Rödermark-eigenen, traditionellen Kultur tragen und erhalten zu wollen

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