Gewohnheiten (lassen sich schwer ablegen)

Jouwatch zu einem Protest von Muslimen gegen so etwas wie sexuelle Früherziehung in einer Schule in England. „Muslime gegen Gender“. Da war ein Lehrer so optimistisch in einer Schule mit 98% Anteil an Muslimen (das sind 735 von 750 Schüler und Schülerinnen) den Kindern was von Homosexualität, LGBT und so was, beibringen zu können. Da sind die muslimischen Eltern Sturm gelaufen und deren Kinder haben gerne mitdemonstriert. Laut Artikel mußte sich der Lehrer auch persönliche Kommentare, die gegen ihn gerichtet waren, gefallen lassen. Dem Artikel auf Jouwatch habe ich nicht entnommen, dass die Eltern mit dem Koran und dem Propheten argumentiert haben, was nichts daran ändert, dass auch der Islam eine gegen Homosexualität, und damit auch gegen LGBT, verabscheuende Einstellung pflegt.

Es ist also gut möglich, dass die muslimischen Kinder von ihren Eltern beigebracht bekommen haben, dass Homosexualität (LGBT) schlecht ist und abgelehnt werden muß. Ich habe mal als Kind gelernt, dass man in Deutschland auf den Bürgersteigen auf der rechten Seite läuft. In den letzten Jahren scheint diese Regel immer weniger zu gelten, und ich kann auch vom Verstand her gute Argumente begreifen, warum man auf dem Bürgersteig relativ beliebig laufen kann. Dennoch fällt es mir sehr schwer, einem anderen Fußgänger auszuweichen, wenn der auf „meiner“ Seite läuft.

Meint ihr, ob es Menschen, die ihr ganzes Leben mit der Überzeugung aufgewachsen sind, dass Homosexualität (LGBT) schlecht ist und abgelehnt werden muß, schwer fällt, sich an die gegenläufige Einstellung anderer Menschen, die obendrein außerhalb der eigenen Gruppe sind, anzupassen?

Übrigens, einem Argument, dass in dieser Sache von einer muslimischen Frau vorgebracht worden ist – dass Gendererziehung nichts für Kinder ist, weil es sie verwirrt – stimme ich voll und ganz zu. Dabei bin ich noch nicht mal grundsätzlich gegen Homosexualität, ich finde nur, dass man Kindern realitätsferne Genderlehren wie von der „gesellschaftlichen Konstruktion von Gender“ und „der eigentlichen Abwesenheit von geschlechtlichen Identitäten“ und anderen eigentlich krankheitswertigen Lehren, nicht antun sollte.

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