Privatstädte vs. ewiger Kampf der Ideologien um rechtliche Vorherrschaft

Eigentlich sagt der Titel schon alles. In einer Privatstadt leben die Leute, deren grundsätzliche Ansichten vom Leben gleich oder kompatibel sind. Die Ansicht eines Libertariers ist weder gleich noch kompatibel mit der Ansicht eines Sozialisten. Die Ansichten der Leute für und gegen den UN-Migrationspakt ist weder gleich noch miteinander kompatibel. Die Ansichten der Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sind sehr verschieden. Die Ansicht eines Juden, Christen, Muslim ist weder gleich noch kompatibel mit der Ansicht von Satanisten. Und sollte die Göttliche Rache eintreten, dann ist es fairer für alle anderen, denn sie müssen nicht flüchten, und werden nicht mit den Sündern zusammen, ungerechterweise mitvernichtet. Wer nicht an Göttliche Rache mit Feuer und Schwefel glaubt, der mag an die mögliche Konsequenz eines Bürgerkriegs denken, oder an eine blutige Revolution, die wie aus dem Nichts zu erscheinen scheint, wenn die eigene Position nicht mittels Gespräch und Appell an die Vernunft zu erreichen ist oder per Zug vor ein Gericht. Das ist das Elend von Links und Rechts. Das ist das Elend des ewigen Kampfes Ideologie gegen Ideologie, der durch das momentane System stetig angereizt wird. Stetig angereizt werden auch die Bestrebungen Menschen und Gruppen zu vereinen, und wer nicht spurt, der soll gezwungen werden. Ordnung aus dem Chaos der zuvor lauthals propagierten Idee der totalen Diversität. Man sieht wohin die nationalen Gemeinschaften weltweit, besonders in den Staaten, hinzuschliddern drohen.

Solchen Entwicklungen würde in einer Welt mit freien Privatstädten von Grund auf der Boden entzogen werden, weil Gleichdenkende sich mit Gleichdenkenden freiwillig und daher gerne zusammentun könnten.

Islam vs. AfD, ein schlechtes Gewissen, ein Ausweg in private Städte

Das schlechte Gewissen habe ich, weil ich weiß, dass diese Themen heiße Themen sind, und ich auch ein Interesse daran habe, dass es friedlich hier in Deutschland bleibt. Natürlich werden Probleme nicht dadurch gelöst, dass man den Kopf in den Sand steckt, die andere Seite beschimpft und sich selbst als die Guten in der Angelegenheit inszeniert. Das hat eher was von Bewußtsein auf dem Niveau eines Kindergartenkindes. Ich gut, die da schlecht. Bäh.

Nun ja, ich bitte den geneigten Leser meiner Artikel um zweierlei:

  1. sich mit diesen Themen gründlich zu beschäftigen;
  2. darauf zu achten, den Frieden mit den Mitmenschen zu wahren, egal wo sie herkommen.

Vielleicht entwickelt sich aus all dem Chaos etwas Neues heraus, eine Gesellschaft, die wahrhaft über Gruppenzugehörigkeiten und ihre Limitationen wegen Loyalitäten hinauswächst. Dadurch würde diese Gesellschaft natürlich auch über unsere Demokratie, so wie wir sie jetzt kennen, auch hinauswachsen. Das haben wir meiner Meinung nach auch dringend nötig, denn nichts ist so korrupt und ungerecht wie eine Staats- und Gesellschaftsform, in der Menschen zu einem Leben gezwungen werden, das ihnen nicht gemäß ist. Titus Gebel meint übrigens, dass ein Ausweg aus dieser Misere, die die Demokratie mit sich bringt, die Institution „Freie Privatstadt“ ist.

Mir ist es jedenfalls zuwider, ständig in diesem Spannungsfeld zwischen der einen und der anderen Gruppe zu sein. Ich würde gerne einmal die Freie Privatstadt ausprobieren und mit vielen, vielen Menschen zusammenwohnen, mit denen ich mich geistig verwandt fühle, anstatt mich ständig anpassen zu sollen, und dabei Jahre zu verschwenden. Ist ja nicht zum Aushalten.

Grüne und AfD sind eins – vereint im selben System

the-puppet-on-the-right-shares-my-beliefs-the-puppet-on-the-left-is-more-to-my-liking-hey-theres-quote-1Bill Hicks bezieht sich eigentlich auf das amerikanische Zwei-Parteien-System, aber auch bei uns werden Parteien in die Kategorien Links und Rechts eingordnet. Aber wer ist der Puppet Master, wer hält beide Puppen zusammen hoch und suggeriert Unterschiedlichkeit? Nein, es ist keine Person, kein versteckter Diktator und es sind auch keine Geheimgesellschaften, die hinter dem Vorhang stehen und die große Schau gestalten. Nein. Es ist das politische System. Vordergründig zeigen alle Parteien Unterschiede, hinter der Bühne aber gehen sie alle die gleichen Wege.

Es beginnt mit dringlichen, ungelösten, verdrängten Problemen, mit Ungleichgewichten, die im Establishment ihren Ursprung haben. Die Grünen z. B. sind einstmals in genau der selben Lage gewesen wie heute die AfD. Eine Partei, die vom Establishment gehasst wurde, die aber auf Probleme hingewiesen hat, deren Lösung von einer wachsenden Zahl an Menschen für sehr dringlich gehalten worden ist. Und heute wirft das grüne Establishment der AfD Populismus vor, also genau das, was man den Grünen damals vorgeworfen hat.

Da sich die AfD auf dem für alle Parteien in Deutschland üblichen Weg befindet,

  • sie greift dringliche Themen auf
  • sie erhält wachsenden Zuspruch
  • sie baut ihren Einfluß aus, indem sie publizistich immer und immer wieder an den selben Nerv greift
  • sie kassiert Spenden ein
  • sie baut eine Stiftung auf, um mehr Geld zu kassieren

ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die AfD genauso zum Establishment geworden sein wird, wie andere Parteien vor ihr.

Die anderen Parteien vor der AfD nutzen eindeutig ihre Macht aus, um mächtig abzukassieren.

Nobler Anfang, verabscheuungswürdiges Ende.

Wenn ich mich also 2018 vornehmlich über grüne Politik und grüne Ideologie ausspreche, dann werde ich mich 2028 vermutlich vornehmlich über blaue Politik und blaue Ideologie aufregen und was AfD-Politiker so alles für einen unlogischen, realitätsfernen, selbstdienenden Stuß von sich geben.

So gesehen, ist es wahrlich egal, welche Puppe man wählt, am Ende werden sie alle vom selben System gehalten.

Schlußfolgerung? Ganz klar: raus aus diesem unethischen System. Was neues ausprobieren. Es braucht die Politik nicht, um Probleme zu lösen. Die Politik ist das Problem. Deshalb würde ich gerne mal eine Freie Privatstadt ausprobieren. Ein anderes Mal mehr über dieses Thema.

 

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